Club der Köche Essen e.V.

  Wir geben ESSEN Geschmack



Spargel-Schäl-Aktion 2017
Spargel-Schäl-Aktion 2017

Spargel-Schäl-Aktion 2017

Unser Dank geht wie immer an alle fleißigen Köche, Köchinnen, Azubis und Mitglieder, ohne euch würde diese Aktion nicht funktionieren.

 

Nicht unerwähnt lassen möchten wir das Dankeschön an unsere Sponsoren und Freunde.

  

Ein Anruf im Allee Center Altenessen genügt und alles war geklärt. Danke für den super tollen Verkaufsstand und die kostenlose Nutzung.

Danke an unsere Bäckereien Johannisbauer und                     Siebers BorBäcker, das Spargelbrot war super lecker und der Kuchen ein Traum.

Wir bedanken uns bei, Hügli, Metro, Unilever, Frischli und Chefs Culinar für ganz viel Unterstützung und Spenden.

Unser Dank geht auch an Stauder und Stiftsquelle für die vielen Getränke.

Ein ganz großes Dankeschön geht an die

Firma Konrad Köster, die uns den Spargel zum EK (Einkaufpreis) überlassen hat und kurzfristig sogar eine Nachlieferung möglich machte.

Last but not least sind wir, der Club und seine Mitglieder, unserem 1 Vorsitzenden Peter Hedtfeld und    2 Vorsitzenden Markus Klinger dankbar für deren Einsatz.

 

 


19.05.17 - 20.05.17

Club der Köche schält am 19. und 20. Mai Spargel für den guten Zweck

 19. und 20. Mai 2017    

 

Am Freitag, 19. Mai, und Samstag, 20. Mai, bitten die Küchenchefs des Essener Club der Köche zum traditionellen Spargelschälen ins Allee-Center Essen, um ihre Schälkünste wieder einmal mehr unter Beweis zu stellen: 500 Kilogramm werden in beneidenswerter Geschwindigkeit geschält. Und das alles für den guten Zweck. Der Erlös geht an die Aktion Lichtblicke.

Ein Kilo professionell geschälter Spargel wird zu einem günstigen Tagespreis angeboten. Während man zuschaut, wie die Schalen fliegen, kann man sich genüsslich eine frisch gekochte Spargelcremesuppe genehmigen oder ein Stück Spargelbrot mit erfrischendem Dip probieren – und sich dabei überlegen, wie man den bald geschälten Spargel zubereiten wird. 

Die Spargel-Schäl-Aktion findet im Erdgeschoss zwischen Bonita und der Bäckerei Oebel statt. Die Köche sind am Freitag, 19. Mai, von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag, 20. Mai, von 10.00 bis 17.00 Uhr im Einsatz.


Bäckermeister Johann Johannisbauer muss früh aufstehen, damit andere zeitig frühstücken können. Zeitig in den Feierabend kommt er trotzdem nicht.

Er fängt an zu arbeiten, wenn die anderen selig schlummern: Morgens um zwei geht das Licht an in der Backstube von Johann Johannisbauer. Und dann muss alles sehr flott gehen, er und sein Geselle haben jede Nacht ein hohes Pensum abzubacken, hunderte Brötchen, dazu Brote, Teilchen, Kuchen.

Schwierige Suche nach Gesellen

Die beiden Bäcker erledigen momentan zu zweit die Arbeit, die für drei ausreichen würde, weil es so schwer ist, einen vernünftigen weiteren Gesellen zu finden. Johannisbauer gehört zu jenen Bäckern, bei denen die Brötchen selbst hergestellt und nicht als vorgefertigte Rohlinge angeliefert werden. Was heute schon fast Seltenheitswert hat, denn gerade bei einem so kleinen Stückwerk wie Brötchen verlassen sich immer mehr Bäcker mittlerweile auf tiefgefrorene, zugekaufte Teigrohlinge.

Morgens um zwei am Backofen stehen: Johannisbauer macht das schon, seit er in der Ausbildung war, Nacht für Nacht, an sechs Tagen in der Woche. Ein Arbeitsrhythmus, der so viel anders ist als der der meisten anderen Jobs. Wie schafft man es, das durchzuhalten? „Nur mit einer sehr verständnisvollen Frau, die das mitmacht“, sagt er und lächelt.

Wenn Antje Johannisbauer morgens um 5.30 Uhr die Bäckerei öffnet, hat ihr Ehemann schon einen ordentlichen Teil seines Tagwerks getan. Die Eheleute führen ein zeitversetztes Arbeitsleben – eben typisch für den Bäckerberuf. „Das ist aber deutlich besser als Schichtarbeit. Wir haben wenigstens jede Nacht kontinuierlich dieselbe Anfangszeit“, sagt der Bäckermeister.

Veränderungen kamen mit der Zeit

Die Arbeit hat sich im Laufe der Zeit verändert in dem Familienbetrieb, den es nun schon seit bald 100 Jahren gibt: „Als ich in der Lehre hier angefangen habe, da war es schon einfacher und schöner, denn da wurde kontinuierlich gearbeitet.“

Damals musste man zwar früh die Brötchen gebacken haben, aber bis man auch Teilchen und Kuchen in den Verkauf geben konnte, durfte es auch schon mal Mittag werden. „Heute ist der Laden morgens um halb sechs schon zu zwei Dritteln bestückt... Früher kamen die Kunden dreimal am Tag. Heute kommen sie einmal und wollen dann alles haben.“

Viele Dinge sind für einen modernen Bäcker heute einfacher als zu früheren Zeiten. Damals konnte die Arbeit leicht zum Knochenjob werden allein durch das Schleppen der Mehlsäcke. Heute gibt Johannisbauer in den Computer die benötigte Mehlmenge ein – und aus den Silos im Keller kommt die gewünschte Art und Menge.

In jungen Jahren musste Johannisbauer auch noch früher in der Backstube stehen, denn damals hatten die Backstuben keine Gärunterbrecher: Das sind große Stahlschränke, die fertige Teigrohlinge auf -10 Grad Celsius herunterkühlen.

Das heißt: Der Bäcker muss nicht nachts noch den Brötchenteig anrühren und die Rohlinge formen – sondern er kann es im Anschluss an sein Tagwerk tun, die Rohlinge schockfrosten. Und dann werden sie schrittweise bis zum Arbeitsbeginn am nächsten Tag wieder auf +24 Grad gebracht, backfertig.

Bäcker-Leben wird nicht leichter

Nun könnte man meinen, dass diese Erleichterung das Leben des kleinen Bäckers aus Essen-Holsterhausen leichter gemacht und seine Arbeitszeit verkürzt hätte. Doch der Schuh drückt Johannisbauer nun an der anderen Seite: Denn wenn er morgens mit dem Backen, den Vorbereitungen für den nächsten Tag und dem Säubern der Backstube durch ist, wartet noch Büroarbeit auf ihn, drei, vier Stunden am Tag können da zusammenkommen.

Bestellungen erreichen ihn per ­E-Mail auf dem Handy, Johannisbauer beliefert auch Hotels, Kantinen und hat als weiteres Standbein ein Klein-Catering für Firmen und Veranstaltungen aufgemacht, er liefert belegte Brötchen und Snacks aus. „Die Kunden verlangen immer öfter, dass wir nachmittags ausliefern“, sagt er. Was ihm nicht selten im wahrsten Wortsinn den Schlaf raubt.

Denn normalerweise könnte er sich nachmittags, nach getaner Arbeit, zu Hause noch einmal aufs Ohr legen, bevor seine Frau dann zwischen 18.30 und 19 Uhr nach Hause kommt. Doch das klappt auch nicht mehr ständig.

Arbeitstage werden lang und länger

Das Extreme des Jobs ist also gar nicht so sehr der frühe Beginn, denn der ist ja auch eine Rhythmusfrage. Als extrem empfindet Johannisbauer eher, dass sich der Feierabend immer weiter nach hinten verschiebt. Weshalb der Bäckermeister manchmal Arbeitstage hat, die doppelt so lang sind wie die normaler Arbeitnehmer.

Abhilfe wäre ja geschaffen, wenn man mehr Personal hätte. Und bei Johannisbauer ist ein Wille schon vorhanden, allein: Es fehlt an Bewerbern, denn wenige wollen heute noch Bäcker lernen, angesichts der Arbeitszeiten.

Johannisbauer sitzt schon im Prüfungsausschuss für die Gesellen. Und so ist er zumindest guter Dinge, dass sich in gar nicht allzu ferner Zeit ein Geselle oder zumindest ein Lehrling findet, der dazu beiträgt, dass die Arbeitslast ein wenig geringer wird.

>>Die Ausbildung zum Bäcker dauert drei Jahre

Die Bäckerlehredauerte insgesamt drei Jahre, es ist jedoch auch eine verkürzte Lehre von zwei Jahren möglich. Bewerber sollten einen Hauptschulabschluss mitbringen. Die Arbeitszeiten richten sich nach dem Betrieb, der Arbeitsbeginn ist immer nachts, damit die Kunden morgens backfrische Ware auf dem Frühstückstisch haben.